Kassen schließen psychisch kranke Menschen von häuslicher Pflege aus

Psychisch Kranke werden gegenüber körperlich kranken Menschen benachteiligt

Die Ersatzkassen haben die Verträge mit den drei Sonderpflegediensten zur häuslichen Pflege psychisch kranker Menschen in Stuttgart und Reutlingen ersatzlos gekündigt. […]

“Zu einer gemeindenahen psychiatrischen Versorgung gehört das Angebot der Sonderpflegedienste in der häuslichen Umgebung als wichtiger Baustein dazu,” sagt Matthias Kneissler, zuständiger Referent im Diakonischen Werk Württemberg. Bei den Hausbesuchen gelinge es den Mitarbeitenden der Pflegedienste, Menschen in einer psychischen Not aufzufangen, sie durch kontinuierliche Kontakte zu stabilisieren und weitere Hilfen in der Umgebung zu organisieren. Die Ersatzkassen widersprechen mit ihrer Entscheidung der von der Bundesregierung geforderten Gleichstellung von psychisch und körperlich erkrankten Menschen. Auch wirtschaftlich gesehen sei die Entscheidung nicht nachzuvollziehen. “Auf einen Monat hochgerechnet, belaufen sich die Mehrkosten einer stationären Behandlung auf rund 3.600 Euro”, sagt Dr. Klaus Obert, Bereichsleiter beim Caritasverband für Stuttgart, der neben der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart und der BruderhausDiakonie Reutlingen die Sonderpflegedienste anbietet. […]

Quelle & vollständiger Artikel: www.lifepr.de

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