Psychiatrischer Pflegepreis

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Feb 262016
 

Am 25.02.2016 wurde im Rahmen der Fachtagung in Köln der „Psychiatrische Pflegepreis“ von DFPP, BAPP und VAPP das erste Mal verliehen.

Erste Empfängerin war Hilde Schädle-Deininger. Sie hat die Psychiatrische Pflege in den letzten Jahrzehnten geprägt wie keine andere. In ihrer Laudatio konnte die Pflegewissenschaftlerin Dr. Susanne Schoppman das nun 50-jähre Wirken der Preisträgerin nur skizzieren. Hilde Schädle-Deininger ist nicht nur eine stets streitbare und selbstbewusste Krankenschwester, die sehr um Bildung in der Pflege kämpfte und schon in den 60ger Jahren die Akademisierung für die Pflege einforderte; sie ist auch eine Pionierin der Sozialpsychiatrie.

→ Pressemitteilung zur Preisverleihung

v.l.n.r.: Udo Finklenburg (Präsident VAPP), Hilde Schädle-Deininger, Michael Theune (Vorsitzender BAPP), Susanne Schoppmann, Bruno Hemkendreis (Präsident DFPP)

Susanne Schoppmann: Laudatio

Hilde Schädle-Deininger: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen“

„Psychiatrische Pflege – Sektorenübergreifend in Theorie und Praxis“

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Dez 202015
 

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„Psychiatrische Pflege – Sektorenübergreifend in Theorie und Praxis“

Unter diesem Titel findet die zweite gemeinsame Fachtagung von BAPP und DFPP vom 25. – 27.02.2016 in Köln statt.

Die Uniklinik Köln ist Veranstaltungsort und Mitveranstalterin:

Uniklinik Köln
Haus 44b
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Folgende Tagungsthemen sind geplant:

  • Verleihung „Psychiatrischer Pflegepreis“
  • Transition in der Psychiatrie
  • Entlassmanagement
  • Suizidalität
  • Peer-Involvement
  • Einfühlsame Gesprächsführung
  • Schwere psychische Erkrankung & körperliche Gesundheit
  • Pflegekammer

Einladung und Anmeldung sind jetzt online!

Alle Infos erhalten Sie über unseren Newsletter oder auf unserer Website http://tagung.bapp.info

Psychiatrische Pflege auf dem DGPPN-Kongress

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Nov 302015
 

Auch dieses Jahr war der Stand der Pflegeverbände auf dem DGPPN-Kongress wieder gut besucht und hat zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zur Kontaktpflege geboten. Neben der BAPP waren u.a. DFPP, BFLK, VAPP, Sektion Psychiatrische Pflegeforschung der DGP und AK Pflege der DGSP vertreten.

dgppn2015a Continue reading »

Dez 052013
 

Die 22. BAPP-Bundestagung findet als wissenschaftliche Fachtagung in Kooperation mit der DFPP – Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege statt.

Unter dem Motto “Psychiatrische Pflege: quo vadis” treffen wir uns am
30. Januar – 01. Februar 2014
im

St. Anna Hospital
Kongresszentrum im Ärztehaus
Am Rüschenhof
44649 Herne

Geplante Tagungsthemen:

  • Psychiatrische Pflege im ambulant-komplementären Bereich
  • Pflegediagnostik
  • Bildung und berufliche Qualifikation
  • PEPP – Pauschalierendes Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik
  • Suizideinschätzung

→ Einladung & Anmeldung

→ Anmeldeformular

→ Tagungsprogramm

Jul 102013
 

Patientenversorgung in Gefahr!
Neues Entgeltsystem ohne Personalbemessung – Verbände fordern eine Gewährleistung von Strukturqualität in der Psychiatrie nach Wegfall der Psych-PV

Die seit dem 09.11.1990 gültige Psychiatrie-Personalverordnung wird ab dem 01.01.2017 ungültig. Damit wird auch die normative Funktion der Psych-PV zur Personalbemessung für das nach BPflV abzuschließende Budget abgelöst durch das neue PEPP (Pauschaliertes Entgeltssystem Psychiatrie und Psychosomatik) ersetzt. Die Psych-PV gab über die neunziger Jahren hinaus der Weiterentwicklung der Behandlungsangebote unverzichtbare Impulse.

Ab 2017 soll das im stationären Sektor vorhandene Geld „leistungsgerechter und transparenter“ verteilt werden, aber ohne jegliche Norm für die notwendigen Leistungen und das notwendige Geld. Und im aktuellen PEPP-Katalog ist nicht erkennbar, dass der individuelle Versorgungsbedarf angemessen abgebildet wird. Durch die fehlende Steuerungsfunktion der Psych-PV läge die interne Budget- bzw. Stellenverteilung dann ausschließlich bei der Geschäftsführung bzw. der Betriebsleitung. Wenn Pflege hier nicht eigebunden ist, ist zu befürchten, dass ein interner Verteilungskampf zu Lasten der Pflege geführt wird.

Damit zieht sich die Bundesregierung aus dem Sicherungsauftrag für die Gesundheitsbelange der Menschen mit psychischen Erkrankungen Schritt für Schritt zurück und überlässt die Strukturqualität ausschließlich dem Anbieter von psychiatrischen Krankenhausleistungen und damit dem Markt. Dies diskriminiert Menschen mit psychischen Erkrankungen in besonderer Weise. Die im § 27 SGB V „Bei der Krankenbehandlung ist den besonderen Bedürfnissen psychisch Kranker Rechnung zu tragen, […]“ festgehaltene, besondere Bedürfnislage wird damit ad absurdum geführt.

Billigung von Zwangsbehandlungen im Notfall

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Jan 212013
 

Presse-Information der DFPP – Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege:

Am 17. Januar verabschiedete der Bundestag eine Regelung, mit der medikamentöse Zwangsbehandlungen für stationär behandelte psychisch erkrankte und geistig behinderte Menschen auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden.

Die Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege (DFPP) hat im Vorfeld an unterschiedlichen Stellen darauf hingewiesen, dass die Verordnungen von Zwangsmaßnahmen in Deutschland weder einer einheitlichen Regelung unterliegen, noch durch wissenschaftliche Datenerhebungen in Hinblick auf Häufigkeit und Wirksamkeit erforscht sind. Hier wird ein offensichtlich bisher beliebig ausgelegtes Verfahren gesetzlich legitimiert.

Aus unserer Sicht ist nicht nachvollziehbar, dass diese – in grundsätzliche Persönlichkeitsrechte einschneidende – Gesetzesänderung erfolgt, ohne die Fachexpertise der größten beteiligten Berufsgruppe einzuholen. Im stationären Alltag sehen wir es als Behandlungsfehler an, wenn der verordnende Arzt eine Zwangsmaßnahme ohne Rücksprache mit den beteiligten psychiatrisch Pflegenden beschließt, die in der Regel einen wesentlich größeren Informationsstand über den betreffenden Patienten haben. Dementsprechend kann die am 17.01.13 verabschiedete Regelung ebenfalls als zumindest unzureichend gewertet werden.

Arbeitsgruppe „Suizidalität“ der DFPP hat die Arbeit aufgenommen

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Jan 122013
 

DFPP-Arbeitsgruppe „Suizidalität“ – Mitwirkung erwünscht

Die DFPP (Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege) ist eine „[…] Fachorganisation für alle psychiatrisch tätigen Pflegenden, denen die Weiterentwicklung des Berufs am Herzen liegt […]“.

Die Arbeitsgruppe „Suizidalität“ der DFPP sieht ihren Auftrag darin, Aspekte/Themen der Pflege bei Menschen mit suizidalen Absichten zu diskutieren und zu besetzen. Sie will dabei u.a. die ambulante Situation und Aspekte der Prävention explizit mit bedenken. Im ersten Schritt wurden folgende konkrete Arbeitsziele festgelegt:

  1. Entwicklung einer Praxisempfehlung (State-of-the-Art) zum Thema Suizidalität
  2. Studie zur Erfassung status quo
  3. Beschreibung der erforderlichen Ausbildungsinhalte zum Thema Suizidalität in der Pflegeausbildung.

Wenn Sie Interesse an der Thematik haben, melden Sie sich gerne bei der DFPP.

Psychiatrische Pflege beim DGPPN-Kongress 2012

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Nov 242012
 

Die Psychiatrische Pflege in Deutschland ist erstmals geschlossen auf einem DGPPN-Kongress aufgetreten. In diesem Jahr haben die Verbände BAPP, DFPP, DNAPN, Referat ‚Psychiatrische Pflege‘ der DGPPN und BFLK einen gemeinsamen Stand und Info-Treffpunkt organisiert.

Stand am DGPPN-Kongress 2012

Der Stand wurde von allen Seiten als großer Erfolg gewertet und hat einen starken Eindruck hinterlassen. Viele Pflegende und andere haben über Fragen der psychiatrischen Pflege diskutiert. Mit dieser gemeinsamen Aktion haben wir in beeindruckender Weise gezeigt, dass die Pflege Berufspolitik und Fachlichkeit auf hohem Niveau darstellen und diskutieren kann.

Für das kommende Jahr haben auch die KollegInnen aus der Schweiz (VAPP) signalisiert sich beteiligen zu wollen.

Vielen Dank an alle, die sich für diese Sache engagiert haben.

Offener Brief DFPP – BFLK – BAPP

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Sep 282012
 

Offener Brief an NRW-Ministerin Steffens wegen der Ausführungsbestimmungen zum Verbot von Videokameras in psychiatrischen Kliniken.

Die DFPP hatte sich bereits am 27.07.2011 in einem “Positionspapier zum Einsatz von kameragestützter Beobachtung in psychiatrischen Kliniken” gegen die Videoüberwachung ausgesprochen und begrüßt deren Abschaffung ausdrücklich. Betonen möchten wir allerdings an dieser Stelle, dass in den allermeisten Häusern ohnehin keine Videoüberwachung eingesetzt wurde.

Die Fixierung eines Patienten in der Psychiatrie darf immer nur die letzte Möglichkeit sein, wenn alle anderen Interventionen versagen. Diese Situation stellt eine psychiatrische Intensivbehandlung dar und erfordert dafür hochqualifiziertes Personal. Die in Ihrem Schreiben geforderte persönliche Nähe zum Patienten, um “mit der Fixierung verbundene gesundheitliche Risiken hinreichend sicher auszuschließen” ist zweifelsfrei notwendig, stellt jedoch nur einen Teilaspekt der in einer derartigen Ausnahmesituation dringend gebotenen Betreuung und Begleitung dar. Patientinnen oder Patienten in dieser Situation benötigen jemand an ihrer Seite, die oder der mit ihnen redet, versucht sie zu verstehen, ihnen Hoffnung und Zuversicht vermittelt, ihre Erkrankung und die damit verbundenen Symptome kennt, kleinste Veränderungen sofort wahrnimmt und adäquat darauf reagiert und somit eine therapeutische Beziehung aufbaut. Diese Aufgaben sind originäre Tätigkeiten psychiatrisch Pflegender und gehören zum professionellem Selbstverständnis des Berufs. […]

Gemeinsame Position von DFPP und BAPP

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Mrz 012012
 

Ärztliche Spitzenverbände haben am 23.02. eine Resolution zur Delegation verabschiedet. Die Resolution ist vermutlich eine Reaktion auf die „Richtlinie über die Festlegung ärztlicher Tätigkeiten zur Übertragung auf Berufsangehörige der Alten- und Krankenpflege zur selbständigen Ausübung von Heilkunde im Rahmen von Modellvorhaben nach § 63 Abs. 3c SGB V“ des Gemeinsamen Bundesausschusses.

In dieser Resolution formulieren die Ärzteverbände u.a:

„Deutschland besitzt […] ein Gesundheitswesen, dessen gute Qualität und Patientensicherheit insbesondere mit der ärztlichen Gesamtverantwortung für Diagnostik und Therapie […] zu begründen ist.“

Die DFPP und die BAPP sind über die Inhalte dieses Papiers doch sehr verwundert und wollen dies nicht unerwidert lassen. Deshalb haben beide Verbände heute eine Gemeinsame Position verabschiedet.