Aug 232013
 

Farbe bekennen!

Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat den Parteien 13 Wahlprüfsteine vorgelegt. Es wurden u.a. die Positionen der Parteien zur Ausbildung, den Arbeitsbedingungen und der Entlohnung von Pflegenden zusammengestellt.

Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR: „Pflegende in Deutschland können sich jetzt über die Positionen der Parteien informieren und bei der Wahl dafür sorgen, dass Pflege in der Politik zu einem bestimmenden Thema wird. Wahlversprechen gab es schon vor anderen Bundestagswahlen, ohne dass danach etwas wirklich Substanzielles für die Pflege geschehen ist“

Lesen Sie HIER, welche Parteien unsere Forderungen unterstützen!

Quellen: www.ichwillpflege.de & www.aerzteblatt.de

DBfK fordert konsequente Reformen für die Pflege

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Jan 172013
 

Während die Nachfrage nach Pflegenden in allen Versorgungsbereichen spürbar zunimmt, bleibt der Nachwuchs aus. Pflege gilt als anstrengend, unterbezahlt und wenig anerkannt. Zum Image der Pflege haben Politik und Arbeitgeber erheblich beigetragen, denn der Personalabbau in der Pflege ab der Mitte 1990er Jahre geht auf deren  Konto. Auch das niedrige Gehaltsniveau der Pflegeberufe spiegelt nicht deren Bedeutung wieder.

Vertreter des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe fordern daher Politik, Kosten- und Leistungsträger auf, gemeinsam ihrer Verantwortung für die Menschen nachzukommen, die auch in Zukunft eine gute pflegerische Versorgung brauchen. Im einzelnen handelt es sich dabei um:

  • Zügiger und konsequenter Ausbau der akademischen Ausbildung der Pflege
  • Eine den tatsächlichen Belastungen der Pflegeberufe angemessene Bezahlung
  • Neubewertung der Aufgabenprofile aller in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft angesiedelten  Berufsgruppen
  • Einsatz von Personalbemessungsinstrumenten und Berücksichtigung derer Ergebnisse
  • Umsetzung von erfolgreich geprüften Modellen zu altersgerechten Arbeitsplätzen in der Pflege
  • Eine ernst gemeinte Flexibilisierung von Arbeitszeiten
  • Vereinbarkeit von Familie und Pflege als Unternehmensziel
  • Präventionspotenziale in der gesamten Gesellschaft ausschöpfen
  • Abbau von Hierarchien zwischen den Gesundheitsfachberufen

Quelle & vollständiger Text: www.dbfk.de

Ärzteschaft und Pflege brauchen konstruktiven Dialog

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Okt 202011
 

Im Bundesausschuss steht eine Entscheidung über die künftige Kooperation zwischen Ärzten und Pflegern an. Der Deutsche Pflegerat mahnt zu konstruktivem Dialog.

Wie sollen Ärzte und Pflegekräfte künftig angesichts des Personalmangels in beiden Professionen bei steigendem Behandlungs- und Pflegebedarf kooperieren? Der Weg zu Antworten führt sicherlich nicht über den Affront, wie er jüngst von KBV-Vorstandsmitglied Dr. Carl-Heinz Müller mit nicht zutreffenden Behauptungen gegen akademisch qualifizierte Pflegekräfte gerichtet worden ist.

Es kann keine Erbhöfe geben, eine Blockadehaltung aus Gründen des Machterhalts verbietet sich. Es gilt, den Blick gemeinsam nach vorne zu richten. Scharfmacherei und Polemik sind wenig professionell, Wertschätzung und gegenseitige Anerkennung sind erforderlich.

Der Fachkräftemangel trifft Ärzte und Pflegende auf allen Ebenen. Müssen wir uns nicht endlich einmal darauf besinnen, dass der Versorgungsauftrag Medizin und Pflege gemeinsam erteilt ist?

Quelle und vollständiger Artikel (http://www.aerztezeitung.de):

Trend zur Delegation ist nicht aufzuhalten

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Jul 222011
 

Immer mehr Pflegebedürftige stehen immer weniger Ärzten gegenüber. Das Missverhältnis sorgt für Veränderungen in den Versorgungsstrukturen. Ohne Delegation ärztlicher Leistungen geht es nicht, sagen Fachleute.

„Die Dominanz des ärztlichen Berufes müssen wir aufgeben“, sagte Dr. Burkhard John, KV-Vorsitzender in Sachsen-Anhalt. Dies sei sinnvoll, weil zum einen der Mangel an Ärzten neue Versorgungsstrukturen erfordere und zum anderen der Arzt bei multimorbiden Patienten nicht mehr das komplette Versorgungsmanagement leisten könne.

„Der Kampf zwischen Ärzten und Pflege ist nicht hilfreich, weil wir Lösungen brauchen“, sagte John.

Die Wirklichkeit überholt die Akteure der Selbstverwaltung und die Gesetzgebung. In der Realität werde gemacht, was möglich sei.

Quellen und vollständige Artikel (www.aerztezeitung.de):

Scharfe Protestnote des ICN an die WHO: Pflegefachpersonen an die Schaltstellen!

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Mai 202011
 
Am 10. Mai 2011 hat der ICN in einem offenen Brief die Generalsekretärin der WHO, Dr. Margaret Chan mit einem scharfen Protest aufgefordert, die sofortige Besetzung von Referaten durch Pflegefachpersonen und deren Beteiligung in den Führungsgremien der WHO umzusetzen. Die Zustände in der WHO gelten seit längerem in der Fachwelt als unhaltbar. Die WHO muss angesichts der drängenden Probleme in Versorgungsfragen die größte Berufsgruppe in allen Gesundheitssystemen der Welt in den politischen Gremien beteiligen. Dies beginnt mit der Neubesetzung der seit Jahren offenen Stelle der WHO Chief Nurse Scientist in Genf und setzt sich fort in der personell wie finanziell deutlichst zu verbessernden Ausstattung der WHO Regionalbüros weltweit.
Quelle: DBfK-Newsletter Mai 2011

Neue Verantwortung für die Pflege

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Nov 052010
 

„Zur Verbesserung der Versorgung muss unter den Bedingungen sich ändernder Krankheitsprofile wie beispielsweise die Zunahme geriatrischer oder demenzieller Erkrankungen, auch die bestehende Rollenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen hinterfragt werde. Speziell bei der zunehmenden Zahl chronisch kranker und/ oder psychisch erkrankter Personen, steht weniger die – zweifellos wichtige – medizinische Behandlung denn die Bewältigung des Alltages mit der Krankheit an erster Stelle. Die Bedeutung von Beratung, Befähigung und Unterstützung der Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit der Krankheitsbewältigung wird zunehmen. Eine patientenorientierte Versorgung hat diesen Bedarfslagen Rechnung zu tragen. Eine nur einzelne Berufsgruppen berücksichtigende Perspektive reicht bei den komplexen Bedarfskonstellationen der Zukunft nicht mehr aus. Dies betrifft vor allem das Verhältnis zwischen ärztlichen Berufen, qualifizierten Pflegekräften sowie weiteren therapeutischen Berufen.

Anders als beispielsweise in Großbritannien (Advanced Nursing Practice), existiert in Deutschland bislang eine vollumfängliche ärztliche Zuständigkeit. Das bedeutet, dass bestimmte Tätigkeiten auch in der Pflege nur durch einen Arzt oder eine Ärztin ausgeübt bzw. verantwortet werden dürfen. Belege aus der Versorgungsforschung, die eine solche umfassende Beschränkung begründen würden, gibt es indes nicht.

Wir wollen daher die Weiterentwicklung der Pflege hin zu einem eigenständigeren Leistungserbringer vorantreiben. Besonders hierfür qualifizierte Pflegekräfte sollen nach einer speziellen (akademischen) Ausbildung künftig in die Lage versetzt werden, größere Verantwortung zu übernehmen. Die Erweiterung des pflegerischen Handlungsfeldes für diese speziell ausgebildeten Fachkräfte soll in bestimmtem Umfang das Recht zur Erkennung und Therapie von Erkrankungen sowie zur Überweisung umfassen.

Um Pflegekräfte solcherart stärker in die gesundheitliche Versorgung einzubinden und ihr Tätigkeitsprofil zu erweitern, sind jedoch Reformprozesse in der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pflege erforderlich.

Die künftigen Ärztinnen und Ärzte müssen ebenfalls diese neuen Formen der Zusammenarbeit erlernen und trainieren. Hilfreich dabei wären beispielsweise gemeinsame Lehrveranstaltungen. Auch im Bereich der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung sollte, wenn dies inhaltlich möglich ist, eine Trennung der Berufsgruppen vermieden werden. Obwohl die Letztverantwortung in diesen Teams bei den Ärztinnen und Ärzten verbleibt, übernehmen sie stärker eine koordinierende und moderierende Funktion. Eine solche geänderte Rollenverteilung erfordert jedoch umfangreiche Klärungen etwa der Haftungsfragen und der Vergütung. Doch greift die Weiterentwicklung der Pflege allein in Richtung der Übernahme neuer Aufgaben zu kurz. Auch zwischen den Pflegekräften müssen die Aufgabengebiete neu austariert werden. Die Versorgungsbedarfe strukturschwacher Regionen legen weitere Aufgabenfelder der Pflege offen, die nicht primär medizinischer Art sind. So erfordert beispielsweise die Versorgung der zunehmenden Zahl alleinlebender alter Menschen mit Unterstützungsbedarf eine besondere fachliche Qualifikation der Pflegekräfte. Hierbei geht es um die Stabilisierung der häuslichen Versorgungssituation und die Steuerung von Versorgungsprozessen, Aufgaben, die bspw. durch ausgebildete Case-Managerinnen und -Manager oder Familiy Health Nurses übernommen werden sollten.“

aus:  „Neue Wege gehen –  Für eine bedarfsgerechte gesundheitliche Versorgung in ländlichen Regionen“, Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion Beschluss 13. September 2010
http://gruene-bundestag.de

Wussten Sie, dass …

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Nov 052010
 
  • … es in Deutschland keine Kostenexplosion im Gesundheitswesen gegeben hat?
  • … der vielbeschworene „Ärztemangel“ in Deutschland eigentlich ein Mythos ist?
  • … das deutsche Gesundheitssystem teuer, aber ineffizient ist?
  • … die Bürokratie im deutschen Gesundheitssystem von Reform zu Reform immer stärker aufgebläht wurde und Unsummen verschlingt?
  • …wir bereits heute einen dramatischen Pflegefachkräftemangel haben, der vor allem politisch verantwortet und in weiten Teilen hausgemacht ist?
  • … in Deutschland immer mehr Pflegekräfte nur deshalb in Teilzeit arbeiten, weil sie die Belastungen eines Vollzeit-Arbeitsplatzes nicht mehr ertragen können?
  • … die Pflegekräfte in Deutschland sehr viel häufiger und schwerer erkranken als Mitarbeiter anderer Berufsgruppen?

Johanna Knüppel vom DBfK Bundesverband zeigt Erklärungen und Hintergründe auf:  www.dbfk.de

Nov 012010
 

Die angekündigte Aktion “Gelbe Karte” des DBfK hat heute begonnen!

„Was für den Fußball gilt hat auch im politischen Leben Relevanz: Fehlverhalten auf Kosten Anderer muss geahndet werden. Das Instrument dafür – die »Gelbe Karte«. In Anbetracht ihrer Gesamtverantwortung für die Politik der Bundesregierung, mittlerweile bereits in der zweiten Amtsperiode, zeigt der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel jetzt die Gelbe Karte.“

Wir fordern alle Pflegekräfte, Patienten, Bewohner, Angehörige und besorgten Bürger ausdrücklich auf:

„Zeigen Sie der Bundeskanzlerin die Gelbe Karte!“

> Quelle und Website der Aktion

> Aktion bei Facebook

> Downloadmaterialien

Sep 072010
 

Wir rufen Pflegekräfte in Deutschland auf, gegen die unsägliche Vorstellung Angela Merkels, das Personalproblem in der Pflege durch den Einsatz von Hartz IV-Empfängern lösen zu wollen, bei der Kanzlerin direkt zu protestieren.

Schreiben Sie eine eMail an:

Infos und Materialien zum Thema:

> DPR entsetzt über Äußerung von Merkel zur Lösung des Personalproblems in der Pflege

> Offener Brief des BALK an Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel

> Interview mit dem Präsidenten des DPR Westerfellhaus im ZDF-Morgenmagazin

> »Wir werden nur vertröstet und hingehalten«

> Pflegen kann eben nicht jede und jeder, Frau Merkel

zuletzt aktualisiert am: 11.09.2010