Aug 082013
 

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den DRGs (“Fallpauschalen”) fordern wir die kommende Bundesregierung auf, das Pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) nicht einzuführen.

Bitte unterzeichnen Sie diese Forderung unter www.weg-mit-pepp.de

Jul 102013
 

Patientenversorgung in Gefahr!
Neues Entgeltsystem ohne Personalbemessung – Verbände fordern eine Gewährleistung von Strukturqualität in der Psychiatrie nach Wegfall der Psych-PV

Die seit dem 09.11.1990 gültige Psychiatrie-Personalverordnung wird ab dem 01.01.2017 ungültig. Damit wird auch die normative Funktion der Psych-PV zur Personalbemessung für das nach BPflV abzuschließende Budget abgelöst durch das neue PEPP (Pauschaliertes Entgeltssystem Psychiatrie und Psychosomatik) ersetzt. Die Psych-PV gab über die neunziger Jahren hinaus der Weiterentwicklung der Behandlungsangebote unverzichtbare Impulse.

Ab 2017 soll das im stationären Sektor vorhandene Geld „leistungsgerechter und transparenter“ verteilt werden, aber ohne jegliche Norm für die notwendigen Leistungen und das notwendige Geld. Und im aktuellen PEPP-Katalog ist nicht erkennbar, dass der individuelle Versorgungsbedarf angemessen abgebildet wird. Durch die fehlende Steuerungsfunktion der Psych-PV läge die interne Budget- bzw. Stellenverteilung dann ausschließlich bei der Geschäftsführung bzw. der Betriebsleitung. Wenn Pflege hier nicht eigebunden ist, ist zu befürchten, dass ein interner Verteilungskampf zu Lasten der Pflege geführt wird.

Damit zieht sich die Bundesregierung aus dem Sicherungsauftrag für die Gesundheitsbelange der Menschen mit psychischen Erkrankungen Schritt für Schritt zurück und überlässt die Strukturqualität ausschließlich dem Anbieter von psychiatrischen Krankenhausleistungen und damit dem Markt. Dies diskriminiert Menschen mit psychischen Erkrankungen in besonderer Weise. Die im § 27 SGB V „Bei der Krankenbehandlung ist den besonderen Bedürfnissen psychisch Kranker Rechnung zu tragen, […]“ festgehaltene, besondere Bedürfnislage wird damit ad absurdum geführt.

Gesetzentwurf für neues Entgeltsystem in der stationären Psychiatrie beschlossen

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Jan 192012
 

Das Kabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (Psych-Entgeltgesetz) beschlossen. Damit sollen die Rahmenbedingungen für ein modernes, Qualität, Transparenz und Wirtschaftlichkeit förderndes Vergütungssystem geschaffen werden.

Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr:
„Mit dem Gesetz wird die Qualität der Versorgung psychisch kranker Menschen gestärkt. Das noch in der Entwicklung befindliche neue Entgeltsystem wird die Transparenz über das Leistungsgeschehen verbessern. Das neue Entgeltsystem trägt den Besonderheiten psychischer Krankheiten Rechnung, indem grundsätzlich keine Fallpauschalen, sondern tagesbezogene Pauschalen eingeführt werden. Zugleich werden die Voraussetzungen für einen effizienteren Ressourceneinsatz geschaffen. Die Vergütungsgerechtigkeit zwischen den Einrichtungen wird verbessert.“

1. Konsensuskonferenz zum OPS-Katalog 2012 der psychiatrischen Pflege

 Gesundheitspolitik, Psychiatrische Pflege  Kommentare deaktiviert für 1. Konsensuskonferenz zum OPS-Katalog 2012 der psychiatrischen Pflege
Jan 192011
 

Am 10.02.2011 findet die 1. Konsensuskonferenz zu Verbesserungsvorschlägen für den OPS-Katalog 2012 der psychiatrischen Pflege statt.

Zentralen Ausbildungsakademie
für Berufe im Gesundheitswesen (ZAB)
Hermann-Simon-Straße 7
33334 Gütersloh
(Haus 21, Raum 5, 10:00 – 15:00 Uhr)
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Die Konsentierung der Vorschläge für den OPS-Katalog 2012 der psychiatrischen Pflege findet erstmalig statt. Diese Verfahren wird durch die Bundesfachvereinigung Leitender Pflegekräfte der Psychiatrie (BFLK), dem Deutschen Pflegerat (DPR), dem Deutschen Netzwerk für psychiatrische Pflegewissenschaft (DNPW) und der Bundesinitiative für ambulante psychiatrische Pflege (BAPP) unterstützt.
Am 10.02.11 werden die eingegangenen Vorschläge durch die Teilnehmer der Konsensuskonferenz (zu der alle psychiatrisch Pflegenden herzlich eingeladen sind) diskutiert. Die Diskussionsergebnisse werden auf Tonband und Video aufgezeichnet, damit diese mit in die Vorschläge einfließen können. Eine Expertengruppe wird die Vorschläge überarbeiten und diese beim DIMDI einreichen. Für die Konsensuskonferenz wird kein Tagungsbeitrag erhoben.
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Anmeldungen zur Konsensuskonferenz sind unter folgender Email-Adresse möglich:  M.Loehr@wkp-lwl.org
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