
♦ Die BAPP
PRÄAMBEL LEITBILD Unsere Grundhaltung
Unsere Aufgaben
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"BAPP gründet Verein“
Die Versorgung der psychisch erkrankten Menschen im ambulanten Bereich ist gesetzlich nicht geregelt und damit nicht gesichert. Gleichzeitig werden weiterhin Betten im klinischen Bereich abgebaut und der ambulante Sektor mit der Versorgung unvorbereitet konfrontiert. Bisher muss die Versorgung psychisch erkrankter Menschen mit den nicht ausreichenden und nicht fachgerechten Mitteln somatischer Leistungsmodule durchgeführt werden. Abrechnungsfähige Leistungsinhalte zählen nicht zur Regelversorgung in der Bundesrepublik. Obwohl es bereits wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse durch eine Vielzahl von Modellprojekten gibt, weigern sich Kostenträger bis heute die Ergebnisse in Rahmenbedingungen umzusetzen. Ausgelöst durch Eigeninitiative und Engagement von ambulanten Pflegediensten, |
Fachkliniken, Modellprojekten und Weiterbildungseinrichtungen entstand das Anliegen nach bundesweiter Vernetzung, um die Förderung der ambulanten psychiatrischen Pflege voranzubringen. Unser Ziel ist es, eine flächendeckende ambulant-pflegerische Versorgung psychisch erkrankter und/oder behinderter Menschen zu entwickeln und fördern, sowie den Aufbau, die Entwicklung und Erhaltung der dazu notwendigen Bedingungen und Strukturen zu schaffen. Die BAPP sucht dazu die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Verbänden und Interessensgruppen, um eine Regelversorgung analog zur ambulanten somatischen Pflege zu bewirken. Als Voraussetzung für die in den Sozialgesetzbüchern V und XI festgelegte Gleichstellung somatisch und psychisch erkrankter Menschen, fordern wir umgehend die Verabschiedung der Rahmenempfehlung §132a SGB V. |
Man muss sich selber kümmern ...
Das haben am 10.05.2002 Vertreter Ambulanter Psychiatrischer Pflegedienste aus ganz Deutschland im Zentrum für Psychiatrie Weinsberg getan. Enttäuschungen und Frustrationserlebnisse über fruchtlose lokale und regionale Anstrengungen, nicht eingehaltene, allgemeinverbindliche Zusagen von Lokalpolitikern und Kassen, sowie wechselhafte Erfahrungen mit anderen Verbänden und Berufsgruppen, haben schlussendlich dazu geführt, dass wir gemeinsam diese Initiative gegründet haben. Aktive Reaktionen auf Veröffentlichungen in Fach- und Tageszeitungen führten die Kontakte einzelner Dienste und Projekte zu einer gemeinsamen Initiative zusammen. |
Es bestand Einigkeit darin, dass nur auf bundesweiter, strukturiert qualifizierter Ebene, echter Einfluss auf die zu verbessernde ambulante Versorgung psychisch erkrankter Menschen genommen werden kann. Es soll nicht darum gehen, die Zersplitterung der Pflege noch voran zu treiben. Vielmehr geht es uns um unseren fachkompetenten und mündigen Beitrag in Gesprächen zur Gesundheitsversorgung in Deutschland. Die Belange von psychisch erkrankten Menschen sind viel zu lange schon mit Ignoranz und Vergessen der politisch Verantwortlichen belegt gewesen. |