Mai 082013
 

Deutscher Pflegerat e.V. mobilisiert gegen den Pflegenotstand

Berlin, 7. Mai 2013 – Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR), als führende Interessenvertretung der beruflich Pflegenden in Deutschland, fordert vier Monate vor der Bundestagswahl Lösungen für den Pflegenotstand in Deutschland. Dazu hat der DPR eine bundesweite Kampagne unter dem Titel „Ich will Pflege!“ initiiert. Sie soll engagierte Pflegende sowie Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, Druck auf die Verantwortlichen in der Gesundheitspolitik auszuüben.

Geben Sie der Pflege Ihre Stimme!

Hohe Arbeitsbelastung, große Verantwortung, Schichtarbeit, unangemessene Entlohnung – und keine Perspektive auf Veränderung. Auch 2013 hat die Politik trotz vieler Versprechungen keine sichtbaren Verbesserungen für die Pflegenden in Deutschland geschaffen.

Den Pflegenden in Deutschland reicht es jetzt – sie fordern von der Politik verlässliche Zusagen und tragbare Lösungen.

Fordern Sie mit uns die Politik zum Handeln auf!

Infos, Kampagnen-Material, Mitmachaktionen und mehr finden Sie auf:

  • www.ichwillpflege.de

Wussten Sie, dass …

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Nov 052010
 
  • … es in Deutschland keine Kostenexplosion im Gesundheitswesen gegeben hat?
  • … der vielbeschworene „Ärztemangel“ in Deutschland eigentlich ein Mythos ist?
  • … das deutsche Gesundheitssystem teuer, aber ineffizient ist?
  • … die Bürokratie im deutschen Gesundheitssystem von Reform zu Reform immer stärker aufgebläht wurde und Unsummen verschlingt?
  • …wir bereits heute einen dramatischen Pflegefachkräftemangel haben, der vor allem politisch verantwortet und in weiten Teilen hausgemacht ist?
  • … in Deutschland immer mehr Pflegekräfte nur deshalb in Teilzeit arbeiten, weil sie die Belastungen eines Vollzeit-Arbeitsplatzes nicht mehr ertragen können?
  • … die Pflegekräfte in Deutschland sehr viel häufiger und schwerer erkranken als Mitarbeiter anderer Berufsgruppen?

Johanna Knüppel vom DBfK Bundesverband zeigt Erklärungen und Hintergründe auf:  www.dbfk.de

Nov 012010
 

Die angekündigte Aktion “Gelbe Karte” des DBfK hat heute begonnen!

„Was für den Fußball gilt hat auch im politischen Leben Relevanz: Fehlverhalten auf Kosten Anderer muss geahndet werden. Das Instrument dafür – die »Gelbe Karte«. In Anbetracht ihrer Gesamtverantwortung für die Politik der Bundesregierung, mittlerweile bereits in der zweiten Amtsperiode, zeigt der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel jetzt die Gelbe Karte.“

Wir fordern alle Pflegekräfte, Patienten, Bewohner, Angehörige und besorgten Bürger ausdrücklich auf:

„Zeigen Sie der Bundeskanzlerin die Gelbe Karte!“

> Quelle und Website der Aktion

> Aktion bei Facebook

> Downloadmaterialien

2030 fehlen knapp eine Million Fachkräfte im Gesundheitssystem

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Okt 202010
 

„Der Tagesspiegel“ und „Deutsches Ärzteblatt“ zitieren eine Studie, die eine düstere Prognose zeichnet. Laut der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC) droht Deutschland bis 2030 ein Fachkräftemangel im Gesundheitssystem. 165000 Ärzte werden fehlen und fast 800000 nichtärztliche Fachkräfte wie Krankenschwestern und -pfleger, wenn das derzeitige System nicht verändert wird.

Grund dafür ist der demografische Wandel. Zum einen gehen in den kommenden Jahren immer mehr ältere Ärzte in den Ruhestand, ohne Nachfolger für ihre Arbeit zu finden. Zum anderen altert die Gesellschaft und die Nachfrage nach Ärzten, Schwestern und Pfleger steigt.

Noch dramatischer, als bei den Medizinern, sei die Situation im Pflegebereich. „Heute fehlen uns in stationären Einrichtungen bereits 8.400 Krankenschwestern, Pfleger und Hebammen. Wenn nichts geschieht, werden 2030 mehr als 350.000 dieser Stellen nicht besetzt werden können“. Insgesamt drohe in der Gesundheitsversorgung in zwanzig Jahren eine Personallücke von 950.000 ärztlichen und nicht ärztlichen Fachkräften.

„Der Fachkräftemangel ist weitaus größer, als wir befürchtet haben. Tun wir nichts, werden sich die Wartezeiten beim Hausarzt bis 2030 verdoppeln“, erklärte Harald Schmidt, Gesundheitsexperte von PWC. „In den Krankenhäusern werden die Schwestern durchschnittlich 60 Stunden in der Woche arbeiten müssen, wenn die Versorgungsqualität nicht absinken soll.“

> zur Studie (.pdf)

Quellen: www.tagesspiegel.de & www.aerzteblatt.de

Wenn “sparen” krank macht: Pflege im Notstand

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Sep 202010
 

Kaum vorstellbare Zustände in Alten- und Pflegeheimen – Chronischer Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften für Pflege – DPV und Buch-Autor warnen vor der gefährlichen Pflege in Deutschland – Kanzlerin will Zustände prüfen

Während das große deutsche Leitmedium BILD in extrem großen Lettern die frohe Botschaft des Wirtschaftswunders 2010 verkündet, gehen die alarmierenden Nachrichten über den Notstand in der Pflege nahezu gänzlich unter. In vielen Pflegebereichen in Deutschland werden unhaltbare Zustände gemeldet. Oft müssen nur vier ausgebildete staatliche Fachkräfte für Pflege, Stationen im Altenheim mit bis zu 35 Patienten im Frühdienst versorgen, wovon 15 der Patienten schwerst kranke Menschen und Pflegefälle seien. Die chronische personelle Unterbesetzung mit qualifiziertem Pflegepersonal führt zur so genannten gefährlichen Pflege, bei der eine akute Gefährdung der Gesundheit und des Lebens von Menschen nicht auszuschließen ist

Doch statt in der logischen Folgerung die Anzahl der Pflegefachkräfte in hoch belasteten Stationen der Altenpflege für schwer kranke Menschen zu erhöhen, reagieren Politiker oft nur mit dem Mittel der Verordnung neuer Gesetze, zusätzlichen Verwaltungsmechanismen für Dokumentation und neuen Ausführungsvorgaben. Damit wird das ernste und bedrohliche Problem der Unterbesetzung von Kranken- und Pflegestationen mit fachlich ausgebildeten Pflegekräften nicht gelöst, sondern sogar verschärft.

Die Politik handelt nicht entsprechend eines Weltbildes, in der Gesundheit und das Leben das höchste Gut sind. Vielmehr stehen Überlegungen zum Kapital und der Vermehrung von Kapital oft im Vordergrund politischer Entscheidungsprozesse.

Vollständiger Artikel: www.readers-edition.de

DPR entsetzt über Äußerung von Merkel zum Einsatz von Hartz IV-Empfängern der Pflege

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Sep 062010
 

Der Deutsche Pflegerat e.V., Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens (DPR), bewertet den Vorschlag der Bundeskanzlerin, zukünftigen Pflegepersonalbedarf durch Hartz IV-Empfänger zu decken, als politisch falsch und gefährlich. „Ich bin entsetzt über diese verbale ‚Entgleisung‘ unserer Kanzlerin, die pauschal Hartz IV-Empfänger als Lösung für einen Personalmangel in der Pflege vorschlägt“, sagt Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR.

Ingenieure werden von der Kanzlerin im Interview als Fachkräfte bezeichnet, Pflegekräfte aber seien durch Hartz IV-Empfänger zu ersetzen. „Damit qualifiziert die Kanzlerin pauschal alle Pflegekräfte als Nicht-Fachkräfte ab; das Stammtischniveau hat damit das Kanzleramt erreicht“, so Westerfellhaus weiter. […]

Das eigentlich Skandalöse an den Äußerungen ist, dass die Kanzlerin offensichtlich keine Ahnung von den Anforderungen in der pflegerischen Versorgung von alten, kranken und pflegebedürftigen Menschen hat. […]

Der DPR warnt seit geraumer Zeit vor dem sich verschärfenden Fachkräftemangel in der Pflege. Demographisch bedingt wird sich dieser massiv ausweiten. Das zuständige Fachministerium ist untätig und hat nur einen vermeintlichen Ärztemangel im Blick. Dabei spricht grundsätzlich nichts dagegen, auch Hartz IV-Empfänger für eine Berufstätigkeit in der Pflege – als Pflegeassistentin oder auch Pflegefachkraft – umzuschulen.  […] Hartz IV zu erhalten reicht als Qualifikationsnachweis allein nicht aus.

Quelle: www.verbaende.com

Pflegenotstand im Krankenhaus

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Mai 192010
 

Pflegethermometer 2009: DIP warnt vor steigender Arbeitsbelastung der Pflegenden


„Die Pflegesituation in deutschen Krankenhäusern hat sich in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert. Immer mehr Kranke müssen von immer weniger Personal versorgt werden. Eine Entwicklung, die sich auch negativ auf die Patientensicherheit auswirkt. Das belegt die bisher größte Befragung von Pflegekräften in Krankenhäusern für das so genannte Pflegethermometer 2009. […]“

Nach DIP-Angaben wurden zwischen 1995 und 2008 rund 50.000 Pflegestellen (≈14,2%) gestrichen. Im gleichen Zeitraum wurden die Stellen für ÄrztInnen um 26% vermehrt!

> Bericht ZDF Frontal21 mit Video

> Pflegethermometer 2009 (.pdf)

> Pflegethermometer 2009, Kurzfassung (.pdf)