Gemeinsame Position von DFPP und BAPP

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Mrz 012012
 

Ärztliche Spitzenverbände haben am 23.02. eine Resolution zur Delegation verabschiedet. Die Resolution ist vermutlich eine Reaktion auf die „Richtlinie über die Festlegung ärztlicher Tätigkeiten zur Übertragung auf Berufsangehörige der Alten- und Krankenpflege zur selbständigen Ausübung von Heilkunde im Rahmen von Modellvorhaben nach § 63 Abs. 3c SGB V“ des Gemeinsamen Bundesausschusses.

In dieser Resolution formulieren die Ärzteverbände u.a:

„Deutschland besitzt […] ein Gesundheitswesen, dessen gute Qualität und Patientensicherheit insbesondere mit der ärztlichen Gesamtverantwortung für Diagnostik und Therapie […] zu begründen ist.“

Die DFPP und die BAPP sind über die Inhalte dieses Papiers doch sehr verwundert und wollen dies nicht unerwidert lassen. Deshalb haben beide Verbände heute eine Gemeinsame Position verabschiedet.

G-BA verabschiedet Richtlinie zu Übertragung ärztlicher Aufgaben an Pflegefachpersonen

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Okt 232011
 

Am 20. Oktober 2011  hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Richtlinie gemäß § 63 (3c) SGB V zu Modellversuchen für die Übertragung von ärztlichen Aufgaben an Pflegefachpersonen verabschiedet.

Dabei hat sich der Vorschlag des Spitzenverbandes Bund der GKV, der zusammen mit dem Deutschen Pflegerat entwickelt worden war, durchgesetzt.
„Die Entscheidung des G-BA ist ein großer Fortschritt für die Sicherung und Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Deutschland“, sagt Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR). „Wir haben jahrelang darum gekämpft, dass qualifizierte Pflegefachpersonen mit ihrer Kompetenz die Versorgung kranker Menschen verbessern können“, so Westerfellhaus weiter. Wir erwarten vom Bundesministerium für Gesundheit, dass es der Richtlinie keine Hindernisse in den Weg legt. Unsere ärztlichen Kollegen fordern wir auf, gemeinsam in den Modellen zu arbeiten und dann auf der Grundlage der Ergebnisse die Regelversorgung weiterzuentwickeln.

  • Vollständige DPR Presseinformation

BÄK fordert ersatzlose Streichung des Einstiegs in die Substitution ärztlicher Leistungen

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Okt 192011
 

Die Politik will Ärzte entlasten, indem künftig mehr Tätigkeiten delegiert werden dürfen. Die Bundesärztekammer geht dagegen auf die Barrikaden: Für die Patienten seien die Pläne „brandgefährlich“.

Die Bundesärztekammer (BÄK) lehnt die im Versorgungsstrukturgesetz vorgesehenen Regelungen zur Delegation und Substitution ärztlicher Leistungenab.

Die geplante Liste delegierbarer ärztlicher Leistungen schränke die Spielräume für eigenverantwortliche Entscheidungen der Ärzte ein, äußerte sich BÄK-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery wenige Stunden vor der Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags.

„Unsere Patienten haben ein Recht darauf nach Facharztstandard behandelt zu werden. Wenn wir davon abweichen, ist das rechtlich problematisch und für die Patienten brandgefährlich“, warnte der Ärztepräsident.

Quelle und vollständiger Artikel (www.aerztezeitung.de):

Trend zur Delegation ist nicht aufzuhalten

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Jul 222011
 

Immer mehr Pflegebedürftige stehen immer weniger Ärzten gegenüber. Das Missverhältnis sorgt für Veränderungen in den Versorgungsstrukturen. Ohne Delegation ärztlicher Leistungen geht es nicht, sagen Fachleute.

„Die Dominanz des ärztlichen Berufes müssen wir aufgeben“, sagte Dr. Burkhard John, KV-Vorsitzender in Sachsen-Anhalt. Dies sei sinnvoll, weil zum einen der Mangel an Ärzten neue Versorgungsstrukturen erfordere und zum anderen der Arzt bei multimorbiden Patienten nicht mehr das komplette Versorgungsmanagement leisten könne.

„Der Kampf zwischen Ärzten und Pflege ist nicht hilfreich, weil wir Lösungen brauchen“, sagte John.

Die Wirklichkeit überholt die Akteure der Selbstverwaltung und die Gesetzgebung. In der Realität werde gemacht, was möglich sei.

Quellen und vollständige Artikel (www.aerztezeitung.de):